10 Dinge, von denen Sie nicht geahnt hätten, dass der Datenschutz schuld ist

Ach wie gut dass niemand weiß, dass ich Schuld bin an dem Sch…. Ja, ja. Alle Jahre wieder kommt einer um die Ecke und erklärt jedem, der nicht bei drei auf den Bäumen ist, was er alles wegen Datenschutz hat nicht machen können. Und weil da so viel Mist erzählt wird, dachte ich mir, ich sammle mal Punkte, an denen der Datenschutz wirklich hinderlich ist. Hier meine Top 10:

Platz 10: Stalken der netten Blondine, die vor mir im Restaurant war. Der Wirt lässt mich einfach nicht die Kontaktdaten lesen.

Platz 9: Wenn ich mal wieder völlig besoffen mein Auto irgendwo abgestellt habe, könnte mir doch die Polizei bei all den Kameras am nächsten Morgen ruhig sagen, wo es steht. Geht nicht. Datenschutz.

Platz 8: Wenn endlich alle Tinderprofile per Gesichtserkennung durchsuchbar wären, wäre es morgens nicht so schwierig rauszufinden, neben wem man da gerade im Bett aufwacht.

Platz 7: Zahlen per Gesichtserkennung wie in China. Geht wegen Datenschutz nicht, sonst würde jeder ja auf Anhieb sehen, dass ich pleite bin.

Platz 6: Die Mehrfachnutzung von bereits bei Behörden vorliegenden Daten geht nicht, weil wegen Datenschutz die eine Hand nicht wissen darf, was die andere tut.

Platz 5: Das Chaos bei der deutschen Bahn mit Platzreservierungen ist gar keines. Aufgrund strikter Datenschutzvorgaben müssen Reservierungen zur Verwirrung etwaiger Angreifer regelmäßig aber zufällig gelöscht werden. Zur Tarnung wird IT-Chaos vorgespielt.

Platz 4: In Zukunft nehmen allergische Schocks in deutschen Kantinen zu. Aufgrund des Datenschutzes müssen Angaben zu Allergien einzelner Mitarbeiter pseudonymisiert werden. Die Zuteilung in der Kantine erfolgt daher zufällig.

Platz 3: Weil das Christkind die Wunschzettel für Erwachsene nur anonym entgegennehmen darf, kriegen schon seit ewigen Zeiten nur Kinder Weihnachtsgeschenke vom Christkind. Schuld ist? Na? Richtig! Der Datenschutz

Platz 2: Der Sinn hinter bestimmten Anordnungen kann nicht offengelegt werden, weil sich daraus ggf. die Person ergeben könnte, die massgeblich für die Anordnung verantwortlich ist.

Platz 1: Ich verlege meinen Autoschlüssel regelmäßig weil ich ihn aus datenschutzgründen nicht in das allgemeine Schlüsselkästchen legen kann. Ich könnte an Hand der dort vorliegenden anderen Schlüssel ja den Anwesenheitsstatus etwaiger anderer Haushaltsmitglieder ermitteln, was ein erheblicher Eingriff in deren Privatsphäre wäre.

Datenschutz hilft mir leider in keiner Argumentation gegenüber dem Finanzamt und dem lieben Gott. Schade.

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