Hallo! Mein Name ist Marc Dauenhauer. Ich bin Datenschutzbeauftragter und IT-Architekt. Sie befinden sich hier auf einem Blog, auf dem ich über Themen der Digitalisierung im weitesten Sinne berichte. Wenn Sie meine Dienstleistungen als Datenschutz-Experte oder IT-Spezialist suchen, klicken Sie bitte hier!

Kennen Sie schon unsere Beratung zu Alltagsfragen im Datenschutz?

Haben Sie Fragen zur Umsetzung des Datenschutzes in Ihrem Unternehmen und brauchen eine schnelle aber fundierte Antwort, um weitermachen zu können, dann sind Sie hier genau richtig. In 2 einfachen Schritten zur hilfreichen Antwort ohne langes Suchen im Internet. Klicken Sie hier für mehr Informationen.

Religiöse Symbole auf öffentlichen Gebäuden?

Ich habe einen Engel 😇 gesehen!


Ok, er war aus Stein und stand hoch oben auf einem öffentlichen Gebäude. Schön war er anzusehen, mit seinen breiten Flügeln und den nach oben gehobenen Händen.

Während ich in der Sonne stehe, denke ich so:

Soetwas würden wir heute auf einen öffentlichen Gebäude nicht mehr aufstellen können. Der Engel war weiß. Das würde alle angel of color diskriminieren. Wir müssten erstmal die Farbe ändern.

Vielleicht aber auch das Baumaterial, denn der harte Mamor steht ja nicht für das empathische Empfinden der Betroffenheitskultur. Ich hätte ja für Ebenholz plädiert, aber sind das jetzt seltene Hölzer? Das ist bestimmt nicht nachhaltig. Ein Engel aus Stahl ging schon wegen des Mangels an Gas nicht.

Möglicherweise fühlen sich auch alle Atheisten zurückgesetzt, weil religiöse Symbole auf öffentlichen Gebäuden gar nicht gehen.

Muslime würden vielleicht ein Kopftuch für den Engel fordern, während andere gerade darin ein Klischee sehen, weswegen aufgeklärte Muslime das nicht fordern sollten.

Vielleicht müsste man aber auch die Flügel stutzen, damit wir daran erinnern, dass auch Engel lieber Bahn fahren statt fliegen sollten. Wegen des CO2-Abdrucks.

Etwas göttlicher Beistand würde der vermutlich sogar gut tun. Aber justament ist der Vorschlag auf dem Tisch, wird er von Tierschützern gestoppt, die darin eine positive Darstellung des Amputierens von Hundeschwänzen sehen. Engel mit Verstümmelung? Wo kämen wir da hin.

Auf der anderen Seite sehen es Behindertenverbände eher positiv, da auch Menschen mit Einschränkungen etwas göttliches in sich tragen.

Also doch Marmor, der vielfarbig daherkommt. Der darf aber nicht mit Sprengstoff von Firmen abgebaut worden sein, die diesen auch in Konfliktgebiete liefern, es sei denn es sind westliche Interessen berührt.

Vielleicht ja dann doch ein Engel aus heimischen quasi nationalen Hölzern. Das würde der AfD bestimmt gefallen, deshalb scheidet der Vorschlag aus Prinzip schon aus.

Vielleicht wäre ja auch eine Statue möglich, die mehr das Esoterische als das Christliche betont. Christen sind ja eh rückläufig. Oder doch eher weltlich?

Am besten gendergerecht mit allen oder gar keinen Geschlechtsmerkmalen. Dann würden sich höchstens noch Kinder benachteiligt fühlen. Ein kindlicher Engel! Aber die Bilder müssen auch die Chatkontrolle hinterher überstehen. Schwierig.

Im Übrigen erhebt sich genereller Widerstand gegen das Aufstellen eines solchen Engels. Der Platz solle doch besser für einen Sonnenkollektor oder ein Miniwindrad verwendet werden. Das wäre doch nachhaltig.

Letzteres fällt dem städtischen Taubenschutzbeauftragten zum Opfer, weil das Windrad zu viele Tauben tötet, was der Denkmalschutzbeauftragte aber gewiss befürwortet. Weniger Tauben bedeutet weniger Scheiße auf den Denkmälern.

Mir steht der Schweiß auf der Stirn. Ich sollte dringend aus der Sonne gehen.