Hallo! Mein Name ist Marc Dauenhauer. Ich bin Datenschutzbeauftragter und IT-Architekt. Sie befinden sich hier auf einem Blog, auf dem ich über Themen der Digitalisierung im weitesten Sinne berichte. Wenn Sie meine Dienstleistungen als Datenschutz-Experte oder IT-Spezialist suchen, klicken Sie bitte hier!

Zensus2022 macht Vermieter zu Datenschutzsündern

Ach der liebe Zensus2022 wieder. Ich habe zwischenzeitlich mich beim BfDI darüber beschwert, wie mangelhaft der Datenschutz doch beim Zensus2022 umgesetzt ist.

Über die Sache mit der US-Firma cloudflare, welche über deutsche offizielle Behördenseiten wacht, habe ich ja bereits berichtet.

Zwischenzeitlich habe ich Antwort vom BfDI bekommen, der meine Kritikpunkte am Zensus2022 in wesentlichen Punkten bestätigt und auch darauf hinweist, dass das von ihm betriebene Verfahren hinsichtlich der Nutzung von Cloudflare auch noch nicht abgeschlossen ist.

Gleichsam bestätigt wurde aber auch der potentielle Datenschutzverstoß durch Vermieter und Landesstatistikämter bei der Durchführung des Zensus, wenn es um die Weitergabe von Mieterdaten geht.

Letztlich verstoßen sowohl Vermieter auch potentiell die Landesstatistikämter gegen die Transparenzpflichten der DSGVO, hier die Pflicht zur Datenschutzinformation nach Art 13/14 DSGVO, weil es weitreichend unterbleibt, die betroffenen Mieter über die Weitergabe ihrer Daten zu informieren.

Auch wenn es aktuell nur um die Weitergabe der Mietervor- und Nachnamen geht, sollte man mindestens von den Behörden erwarten können, dass sie sich an geltende Gesetze halten. Eine ausreichende Information, wie diese Daten durch die Behörden verwendet werden, steht somit nicht zur Verfügung.