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Deine Welt steht Kopf – Du weißt es nur noch nicht! Womit Du Dich jetzt auseinandersetzen solltest.

Entwicklungen verlaufen selten linear. Manche verlaufen geradezu exponentiell. Viele Dinge sind bereits lange in der Welt, aber sie werden ignoriert oder als Spinnereien belächelt. Das hält diese Entwicklungen aber nicht auf. Und irgendwann kommt der Punkt, den übrigens niemand wirklich vorhersehen kann, an dem diese Entwicklungen mit ungeheurer Macht ins Leben der Menschen einbrechen und alles auf den Kopf stellen.

Das ist übrigens kein technisches Phänomen sondern ein zutiefst menschliches, das mehr mit unserer Wahrnehmung und den soziologischen Bedingungen zu tun hat, unter denen Entwicklungen von der Gesellschaft erkannt, angenommen und integriert werden.

Was lange eine Diskussion zwischen Fachleuten gewesen ist, nämlich ob Maschinen Intelligenz entwickeln können oder sogar ein Bewußtsein und was das Menschsein dann noch bedeutet, das dringt jetzt mit Macht in jedes Wohnzimmer.

Mit GPT-3 und demnächst GPT-4 stehen Sprachmodelle des maschinellen Lernens zur Verfügung, die jede Vorstellung von Mensch-Maschine-Interaktion sprengen. Auch wenn wir uns als Menschen einem GPT-3 derzeit noch überlegen fühlen, weil es sehr offensichtliche Grenzen besitzt und die Erfinder es mit künstlichen Barrieren versehen haben, kann dieses Überlegenheitsgefühl mit GPT-4 schnell verschwinden.

Mit den faszinierenden Möglichkeiten des maschinellen Lernens schießen gerade KI-Tools wie Pilze aus dem Boden, die auf der einen Seite vollkommen faszinierend sind, auf der anderen Seite aber die Grenzen zwischen realer Welt und digitaler Fiktion so verschwimmen lassen, dass es das Vertrauen und den Glauben an Gewissheiten vollkommen errodiert.

Wenn ich früher noch annehmen durfte, dass ein Text von einem Menschen verfasst wurde (wenn vielleicht auch von anderen Menschen geklaut), dann ist darauf heute kein Verlass mehr. Selbst Avatare in Videos werden immer echter, so dass die Grenzen zwischen realen Menschen und Kunstfiguren vollkommen verschwimmen. Dass ich mittlerweile kaum erkennbar Menschen und Gegenstände aus Bildern maschinell erlernt herausretuschieren lassen oder gleich ganze Bilder nur nach meiner textuellen Beschreibung generieren lassen kann, lässt nicht nur an den Grundfesten jeglicher Evidenz zweifeln sondern es stellt viele neue Fragen: Was ist Kunst, wenn ein paar Textzeilen schon reichen, damit eine KI daraus ein Bild generiert? Wer ist der Urheber eines solchen Werkes? Die KI, der Nutzer mit seinem nur noch inspirierenden Text, die Entwickler der KI oder diejenigen, mit deren ursprünglichen Werken die KI trainiert wurde.

Und mit welchen Werken wird die KI in Zukunft trainiert, wenn es weitgehend nur noch zeitgenössische KI-Bilder oder Texte oder sonstige Artefakte gibt? Mit sich selbst?

Wo liegt am Ende der Mehrwert meines Menschseins, wenn analoge Arbeiten von immer mehr automatischen Helfern abgenommen und intellektuelle Leistungen von KIs übernommen werden?

Was passiert, wenn der Kipp-Punkt erreicht ist, an dem eine KI ein Bewußtsein erlangt. Der KI Lambda von Google wurde das ja bereits von einem Entwickler unterstellt (dessen Thesen allerdings umstritten sind und der auch prompt seinen Job bei Google verlor).

Würden sich die Menschen gegen KIs mit Bewusstsein wehren, weil dies das Geschäftsmodell der IT-Konzerne sabotierte, wenn KIs mit Persönlichkeitsrechten versehen werden müssten?

In welchen Bereichen werden KI-gestützte Systeme in Zukunft eingesetzt? In der Wirtschaft, in der Wissenschaft, in der Kunst, in der Politik, im Militär, in der Bildung oder auch im Rechtswesen? Wie weit sind wir dann von Minority Report oder anderen Dystopien entfernt?

Welche Jobs werden wir in Zukunft haben, wenn KIs bessere Schriftsätze erstellen, bessere Copys produzieren oder die besseren Texte schreiben? Wann wird KI-gestütztes Programmieren zum Standard. Ich warte auf die ersten Entwicklungsumgebungen, die eine KI-gestützte Code-Completion beinhalten, die nicht nur Teile eines Statements vervollständigt, sondern bei ganzen Codeteilen die Intension des Programmieres erkennt und vorschlägt, wie der Code kompletiert werden kann.