Der finale K(l)ick

Adrenalin pur. Der ganze Körper steht unter Stress. Anspannung, die ins Gesicht geschrieben steht. Montagmorgen und die Existenz steht auf Messers Schneide. Wie von Geisterhand haben alle Drucker im Netzwerk ihre Botschaft auf‘s Papier gedruckt. Deine Daten sind weg. Also eigentlich nur woanders. Dafür ist das, was noch auf Deinen Servern ist, ein gut geschütztes Original mit Gebrauchswert 0.

Jetzt ist guter Rat teuer und das im wahrsten Sinne des Wortes. Die Spezialisten, die Du jetzt brauchst, sind erstens nicht an jeder Ecke verfügbar und haben auch nicht die ganze Zeit nur auf Deinen Anruf gewartet. Dazu laufen dezeit zu viele Zettel aus immer mehr Druckern, falls Du verstehst.

Die Situation ist echt übel. Niemand arbeitet mehr. Das Telefon ist tot, das Lager und die Produktion auch. Kunden und Lieferanten bombadieren ihre Ansprechpartner mit Mobilanrufen, SMS und Chats. Keiner weiß, was er sagen soll und sagt im Zweifel das Falsche. In Windeseile weiß es die Presse. Das Drama spielt heute anders. Niemand ist zu klein, um nicht doch angegriffen zu werden. Nur wenn Du zu klein bist, interessiert sich niemand mehr dafür. Daher ist es für die Angreifer ungefährlicher, die kleinen oder mittleren Unternehmen anzugreifen.

Der intelligente Jäger sucht sich auch immer das schwächste Tier aus der Herde.

Wie geht es Dir, wenn die Kohle Deines Unternehmens in dunkle Kanäle abfließt und Du vom Wort eines Gangsters abhängig bist? Nur noch hoffen kannst?  In dem Moment bist Du Opfer und die Backdoor in Deinem Netz wird weiter gehandelt. Sie ist im Wert sogar gestiegen. Da gibt es was zu holen. Ein zweiter Angriff ist nur eine Frage der Zeit.

Es mag angenehme Wege geben, ein Unternehmen zu ruinieren. Ein Cyberangriff ist mithin einer der schnellsten. Du stehst oft nur einen Klick vom Abgrund entfernt. Es ist wie blinde Kuh auf einem 20m Turm ohne Geländer.

Viel Spass.

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